Willkommen auf “Mein Chiron”

Spiritualität, Seelenheil, Philosophie und Alternatives

Krankheit als Weg

Hallo Leute; dies ist mein-chiron-Weg den ich gegangen bin. Mein Name ist Kofler Siegfried, ich lebe in Riffian und arbeite als Astrologe und Rückführer. Möchte euch an dieser Stelle an meiner persönlichen Erfahrung und Auseinandersetzung mit meiner Krebskrankheit teilhaben lassen, welche mich letztendlich hierher geführt hat.

Wenn man Krankheit als Weg versteht, „und das ist sie immer”, kann man viel von ihr  lernen.

Als bei mir vor acht Jahren Krebs diagnostiziert wurde, fiel ich nicht gleich aus allen Wolken und war anfangs auch nicht schockiert. Hatte ich doch einen etwas ungesunden Lebenswandel in meiner Vergangenheit und war als Krisen-Mensch auch immer innerlich angespannt. Ein langer Weg der Selbstfindung und Selbstanalyse mit viele Lebenskrisen hatten mich gelehrt die Dinge des Lebens anzunehmen und immer nach dem Warum zu fragen. Eins war mir absolut klar. Ich hatte ein Problem, wobei ich eigentlich glaubte keines mehr zu haben. Nach den gründlichsten Untersuchungen, welche bei einer Krebskrankheit gemacht werden, wunderten sich die Ärzte über meine intakte Gesundheit und meinem, für mein Alter guten körperlichen Zustand. Es gab keinen „sichtbaren Grund“ für meine Krankheit außer den Tumor. Für mich war auch klar dass die Krankheit eine seelische Ursache haben muss und als Astrologe analysierte ich natürlich meine aktuellen Auslösungen und Transite, welche es einem Astrologen ermögliche „in die Zeit zu sehen“. Möchte hier nicht in astrologische Details gehen um allgemein verständlich zu bleiben. Zumal ich jetzt eine Ahnung hatte worum es denn geht, blieben noch viele Fragen offen. In meiner Zeit in Krankenhäusern und bei den Folge-Therapien beobachtete ich bei anderen Krebspatienten wie sich plötzlich ihr Verhalten änderte. Einige waren jetzt sehr offen im Gespräch geworden und legten rebellische Verhaltensweisen an den Tag, nach dem Motto,“was habe ich denn schon zu verlieren“. Sie lebten etwas aus, wozu sie sich nie die Erlaubnis gegeben hatten und so manche Anpassungs-mechanismen wurden ganz „unverschämt- (ohne Scham) aufgelöst.

Mein Schlüsselerlebnis ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Auch ich bekam es mit meiner Anpassungsproblematik zu tun, welches mir letztendlich die Tür zu einem neuem Leben öffnete.

Ich war bis jetzt eine sehr pflegeleichte, fleißige angepasste Person, welche es sich selten erlaubte irgend jemandem zu widersprechen und hab meistens meinen Ärger darüber runter geschluckt.(Anbei, ich hatte meinen Tumor am Hals, (hinunterschlucken) und musste in Folge auch wieder „sprechen lernen“, weil meine Stimmbänder durch die Operation und Bestrahlungen nur noch zu spärlichem Gekrächze fähig waren).

Auslöser meiner Problematik war mein Einverständnis, bei mir ein Strahlenschutzmittel zu testen, welches meine noch gesunde Mandel retten sollte. Die Nebenwirkungen waren noch nicht gänzlich erforscht außer das man bei der Injektion auch kollabieren kann. Nach dem dritten Tag dieser Injektionen lag ich mit Schüttelfrost bei 30 Grad Hitze und einem Stapel Bettdecken, ausgelaugt von der Chemotherapie, in meinem Bett. Ich fühlte mich nicht mehr im Körper und vor meinem geistigen Auge sah ich eine Silberschnur, einen seidenen Faden an dem mein Leben hingt. Ich wusste, wenn der jetzt reißt, dann war es um mich geschehen und zum ersten mal bangte ich um mein Leben. Am nächsten Tag im Krankenhaus bat ich die Ärzte die Test- Injektionen abzusetzen, weil ich sie nicht mehr verkraften konnte. Als Antwort bekam ich dann, dass ich mein schriftliches Einverständnis gegeben hätte und ich so verpflichtet war dies durchzuziehen. Jetzt war es um mich geschehen. Meine ganzen gestauten Aggressionen, welche sich in meiner Vergangenheit durch mein “Runterschlucken” angesammelt hatten, verschafften sich eruptiv Freiheit. Ich begann wie ein Besessener zu toben und kämpfte im wahrstem Sinne des Wortes mit meiner letzten mir verbliebenen Kraft um mein Leben. Nach meinem Wutausbruch und der Forderung, selbst das Recht zu haben über mein Leben zu bestimmen, wovon mich auch ein von mir unterschriebenes Stück Papier nicht abhalten konnte, versuchte man mich zu beruhigen und lenkte letztendlich ein. Auch heute bin ich nach wie vor überzeugt, dass ich damals mein Leben gerettet habe. Musste ich doch in diese Situation geraten um mich endlich durchzusetzen und mich auch gegen die „Obrigkeit“ behaupten. Der Schatten lässt grüßen.

Nach einer langen und schmerzvollen Zeit der Genesung, mit der liebevollen und pflegenden Unterstützung meiner Lebenspartnerin, sammelte ich wieder Kräfte und Optimismus. Geblieben war aber immer noch eine innere Unruhe und die Frage, ob ich jetzt die Botschaft meiner Krankheit wirklich verstanden habe und ich sie jetzt nicht mehr brauchte. Eines Tages, beim Surfen im Internet klickte ich durch „Zufall“ auf eine Seite, welche Reinkarnationstherapie anbot. Etwas in mir sagte, dass ich dort meine letzten Antworten finden konnte und ich verspürte auch den Wunsch dieses Thema ein für allemal anzugehen. Fasziniert von dieser Technik meldete ich mich auch gleich zu der Ausbildung an, welche auch einen Monat Reinkarnationstherapie beinhaltete.

Es ist jetzt inhaltlich nicht wesentlich was in meinen früheren Leben stattgefunden hat, Fakt ist nur, dass ich durch das tiefe Eintauchen in meine Vergangenheit mir heute absolut bewusst bin, welches meine notwendigen Entwicklungsschritte in diesem Leben sind. Durch die Aufarbeitung meiner Vergangenheit habe ich zu einem neuen Selbstbewusstsein gefunden und auch die Sicherheit gewonnen, meine Krebskrankheit verstanden zu haben. Heute, sieben Jahre danach helfe ich selbst schon mehrere Jahre meinen Klienten bei der Aufarbeitung Ihrer eigenen Themen. Natürlich gibt es verschiedene Arten von Krebs und so vielfältig mögen auch ihre Hintergründe sein. Wahre Heilung kann aber erst stattfinden, wenn auch auf der Seelenebene verstanden wird worum es dabei geht. Weil im Zusammenhang meiner Krankheit auch religiöse Einstellungen der Vergangenheit zum tragen kamen, welche mit alten Glaubenssätzen und Dogmen zu tun haben, führte mich die Reinkarnationstherapie auch zu einem ganzheitlichem Verständnis des Lebens selbst.

Wenn wir selbstbewusst, in Eigenverantwortung und aufrecht unseren Platz im Leben einnehmen, macht uns das frei von Konditionierungen und zu eigenständigen Wesen.

An dieser Stelle spreche ich meinen Ärzten, Krankenpflergern und all jenen die mich betreut haben, meinen herzlichsten Dank aus. Nicht zuletzt meiner Lebenpartnerin, die mich die ganze Zeit ertragen musste.

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